Demeter-Imkerei Frühauf

Warum Demeter?

Meine Imkerei besteht seit 2012 – seit dem ersten Tag ausgerichtet an der wesensgemäßen Imkerei, wie Sie z.B. von Mellifera e.V. und Demeter vertreten wird. Seit 2016 ist meine Imkerei nun auch nach den strengen Demeter-Richtlinien zertifiziert, worauf ich sehr stolz bin.

Was ist das Besondere an der Demeter-Imkerei?

Ähnlich der Demeter-Kuh, die Ihre Hörner behalten darf, ist auch die Bienenhaltung bei Demeter etwas besonderes, welche sich durch deutlich andere/strengere Richtlinien von der herkömmlichen als auch der ökologischen Bienenhaltung unterscheidet. Beispielhaft seien drei Merkmale genannt, welche es nur in der Demeter Imkerei verpflichtend gibt:

Naturbau – in der Demeter Imkerei werden im Brutraum des Bienenstockes keine (!) vorgefertigten Mittelwände verwendet. Den Bienen bleibt es selbst überlassen, wie sie ihren Wabenbau gestalten. Somit ist sichergestellt, daß die Brutwaben ausschließlich aus reinem, unbelasteten Bienenwachs bestehen.

Kein Absperrgitter – eine Demeterbienenkönigin darf sich in ihrem Volk/Bienenstock bewegen wie sie es will. Üblich ist häufig der Einsatz eines Absperrgitters, durch welches die Königin auf einen definierten Bereich des Brutraumes eingeengt wird – nicht so bei Demeter.

Vermehrung aus dem Schwarmtrieb – Demeter-Völker werden ausschließlich aus dem Schwarmtrieb des Volkes heraus vermehrt, dem natürlichen Vermehrungsprozess des Bienenvolkes. Auf ein regelmäßiges Umweiseln (Erneuern der Königin) wird strikt verzichtet. Es gibt keine künstliche Königinnenzucht oder gar künstliche Befruchtung.

Was ist das Besondere an meiner Imkerei?

Jede Imkerei ist anders, jeder Imker unterscheidet sich in seiner Betriebsweise. Was zeichnet meine Imkerei aus?

Standimkerei – Ich betreibe eine reine Standimkerei und gehe nicht mit den Bienen wandern. Zum einen möchte ich damit mir und meinen Bienen diesen Stress ersparen, zum anderen ist es mir ein Anliegen, daß meine Bienen ganzjährig ihren Beitrag zur Biodiversität leisten. Was wäre, wenn alle Bienen nach der Obstblüte verschwinden und erst wieder im Herbst auftauchen? Ich erhoffe mir, daß die Menschen lokalen/regionalen Honig kaufen als ihren Beitrag zur Biodiversität, und so leiste auch ich meinen Beitrag ganzjährig, nicht nur wenn es sich für mich lohnt. Mit dem Verzicht auf das Wandern nehme ich einen geringeren Ertrag meiner Imkerei in Kauf.

Bienenstandorte – Meine Standorte liegen im Nürnberger Land (rund um den Happurger Stausee). In der Regel stehen an einem Standort zwischen 4 und 10 Völkern, nur an einem Sammelstandort sind es teilweise mehr. Dadurch möchte ich sicherstellen, daß meine Bienen auf der einen Seite genügend Tracht für sich selber finden, auf der anderen Seite sollen sie auch nicht in Konkurrenz zu Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten treten. In den meisten Fällen stehen die Bienen auf oder in direkter Nähe zu einer Streuobstwiese.

Honigernte – Die Honigernte erfolgt sorgsam unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bienen als auch den Anforderungen an ein handwerklich hochwertiges Produkt. Konkret bedeutet dies, daß niemals der ganze Honig abgeerntet wird, so daß die Völker nicht in Mangelsituationen kommen können. Wenn im Sommer der letzte Honig abgeerntet wird, verbleiben zum einen nennenswerte Vorräte im Brutraum des Volkes, zum anderen wird unverzüglich nach der Ernte mit der Auffütterung für den Winter begonnen. Da auf den Einsatz eines Absperrgitters verzichtet wird, muss bei der Ernte jede Honigwabe einzeln geprüft werden. Nur Waben mit reifem Honig, die frei von Brut sind, werden geschleudert.

Diese Betriebsweise hat ihren Preis!